Bad Urach: Rundgang durch die Altstadt

Baden-Württemberg \ Landkreis Reutlingen – Bad Urach ist ein Kurort am Fuß der Schwäbischen Alb

Eine Fachwerkstadt mit viel Geschichte – Bad Urach liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und der Schwäbischen Albstraße. Natur und Kultur leben hier in enger Nachbarschaft.

März 2022 – Bad Urach ist Luftkurort, Heilbad und Fachwerkstadt. Der Ort liegt am Rand der Schwäbischen Alb und schmiegt sich in ein enges Tal. Die Häuserzeilen folgen dem Flussbett der Erms sowie der ihr zulaufenden Bäche. Das Städtchen ist schön und es ist ein Vergnügen, durch seine Gassen zu spazieren.

Ich nehme euch mit, zu einem kleinen Stadtrundgang. Keine Sorge, ich werde mich nicht in Details verlieren (obwohl es viel zu erzählen gäbe) und euch einfach ein paar schöne Plätze zeigen. Die bewegte Geschichte der Stadt, ihre Anekdoten und Attraktionen lernt man ohnehin am besten kennen, wenn man den betreffenden Ort besucht. Das Stadtmuseum von Bad Urach befindet sich, nebenbei bemerkt, in der ehemaligen Getreidemühle, direkt am Fluss gelegen und unschwer am Wasserrad zu erkennen.

Die Stadtmitte wird von zahlreichen stattlichen Fachwerkhäusern geprägt. Sie stammen mehrheitlich aus dem Spätmittelalter, wurden also ungefähr im 15./16. Jahrhundert gebaut. Die Ortsgründung selbst geht auf das 11. Jahrhundert zurück, als hier vermutlich ein Marktflecken errichtet wurde. Der Marktplatz ist weitläufig und wird von Reihen repräsentativer Häusergiebel gesäumt. Blickfang jedoch ist das Rathaus, das auf das Jahr 1440 zurückgeht.

Von dem reich mit Figuren verzierten Marktbrunnen aus hat man einen der schönsten Blicke auf die Altstadt. In alle Himmelrichtungen öffnen sich malerische Gassen, fast überall schwebt über den Dächern nicht das Himmelsblau, sondern quellt zunächst das Grün der Berghänge hervor.  

Wir gehen weiter, auf die Stiftskirche St. Amandus zu. Der schlanke, gotische Turm ist eine weithin sichtbare Wegmarke der Stadt. Amanduskirche und Stift bilden ein klostertypisches Karree mit stillem Innenhof. Wer an stadtgeschichtlichen Zeugnissen interessiert ist, wird in den Mauern der Kirche viel Zeit verbringen. Gleiches gilt für das benachbarte Residenzschloss. Die ältesten gefundenen Fundamentreste sollen auch hier aus dem 11. Jahrhundert stammen. Damals wurde, als Gegenstück zur Burg Hohenurach auf dem Berg, ein Wasserschloss im Tal errichtet. Es diente nicht nur Wohnzwecken, sondern sollte vor allem die Handelswege durch das Tal militärisch sichern helfen. Die heute noch sichtbare Ausstattung und Gestalt des Schlossen stammt vornehmlich aus dem Spätmittelalter, als Bad Urach eine wichtige Größe in der Geschichte Württembergs war. So wurde der erste Herzog von Württemberg (Graf Eberhard im Bart) hier im Schloss geboren und war während der Teilung Württembergs (1442 bis 1482) die Residenz des Grafen der Uracher Linie. Im Schloss gibt es ein Museum und einige Prunkräume zu besichtigen, uns genügt es, drum herum und durch den Torturm mit dem mit Palmen bemalten Gewölbe zu schlendern.

Am Ufer der Erms entlang und durch die Lange Straße tauchen wir wieder in die Altstadt ein und lassen uns durch die Gassen treiben, bis wir schließlich wieder am Marktplatz angekommen sind. Auf den Außenplätzen eines Restaurants neben dem Rathaus genießen wir das Frühlingswetter und die regionale Küche. Bad Urach ist ein Städtchen, in dem man es sich gutgehen lassen kann.

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