Lanzarote: Ausblick vom Inselrand

Hier sind wir: Am Aussichtspunkt Mirador del Rio, ganz im Norden von Lanzarote.
SpanienKanarische Inseln

Das gibt es zu sehen: Mirador del Rio liegt auf dem Rand der Steilküste in 450 Meter Höhe. Von der Plattform oder einem Platz im Bistro aus geht der Blick zur Nachbarinsel und weit über den Atlantik.

Zeitstempel: Juni 2018

Vorbei am Städtchen Teguise geht es in den Norden der Insel. Wir wollen zum Aussichtspunkt Mirador del Rio. Mit seiner Nordflanke reckt sich Lanzarote weit aus dem Meer und endet an einer schroffen Schlucht. An diesem Abgrund hat César Manrique eine Plattform in den Felsen gesetzt. Oben, auf etwa 450 Metern Höhe, schauen zwei ovale Panoramafenster wie die Augen des Berges die Ferne. Dahinter sitzen die Touristen bei einem Kaffee und erfreuen sich an dem Ausblick.

Früher soll dieser Ort eine Geschützstellung gewesen sein, die Rolle als Ausflugsziel für Touristen steht ihm besser. Manrique hat ihn mit kantenfreier Architektur veredelt. Wände, Streben, Türen, Treppen – alles ist geschwungen oder sehnt sich zumindest danach, eine Rundung zu sein.

Bei der Ankunft auf dem Parkplatz sind wir von der Kühle und Heftigkeit des Windes überrascht. Jetzt hätten wir gern Jacken im Kofferraum. Doch der Blick in die Tiefe, über die Meerenge, zur kleinen Insel La Graciosa hinüber und hinaus in die Weite des Atlantiks, lassen uns das Frösteln vergessen. Es ist beeindruckend, hier unmittelbar in den rüttelnden Böen zu stehen als böte man den Kräften des Meeres die Stirn. Die Wellen am Strand unter uns sind fast so fern wie die eilig ziehenden Wolkenpakete über uns. Wir schweben irgendwo dazwischen und schauen wie von einer Kommandobrücke auf den niedlichen Hafen, die hübschen Häuser und die filigranen Wege des nahen Inselchens herab.

Der Ausblick ist fantastisch, doch wir schauen lieber von drinnen weiter. Dort sind wir vor dem Wind geschützt. Wir setzen uns an eines der Panoramaaugen und tanken, bei Cappuccino und Panini, etwas Wärme. Erneut sind wir beeindruckt, diesmal von der extremen Akustik des Raumes. Vermutlich werfen die Rundungen der nur wenig möblierten und hohen Halle jedes Geräusch vielfach zurück. Wie auch immer, es ist wirklich laut hier.

Nach einer ausgiebigen Pause mit Aussicht machen wir uns wieder nach Süden auf den Weg, um noch ein Stündchen Sonne und Strand zu genießen. Vorbei an Haria mit dem Tal der tausend Palmen fahren wir der Ostküste und der Wärme entgegen.

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