Phöben: Spaziergang durch Schnee und Eis

Hier sind wir: Phöben ist ein Dorf direkt an der Havel, das seit der Jahrtausendwende zu Werder/Havel gehört. In der Nähe gibt es eine Abfahrt der A10 (westlicher Berliner Ring), nach Potsdam sind es knapp 20 Kilometer.
Land Brandenburg, Kreis Potsdam-Mittelmark.

Das gibt es zu sehen: Ein altes Dorf mit ländlichem Charakter, gelegen am Wachtelberg und Havelufer. Viel Natur, Obstbau und Fischerei. Der Havelradweg verläuft in unmittelbarer Nähe und es gibt einen Reiterhof.

Zeitstempel: Februar 2021

Draußen ist richtig Winter. Das passiert in unseren Breiten nicht zwingend jedes Jahr. Es hat reichlich geschneit, die Temperaturen fallen nachts auf zweistellige Minuswerte, der Himmel ist klar und wolkenlos: Postkarten-Winterwetter. Diesen schönen Sonntag wollen wir für einen Spaziergang in Phöben nutzen.

Das Dorf gehört zu Werder (Havel) und hat eine eigene Autobahnabfahrt direkt vor der Havelbrücke. Die Hauptgründe, den Ort für einen Winterspaziergang zu besuchen, sind jedoch der bewaldete Wachtelberg und der nahe Fluss. Hier lässt sich der Winterzauber aus verschiedenen Perspektiven erleben.

Von der Dorfmitte aus wandern wir den Wachtelberg hinauf, vorbei am Sendeturm auf seinem Gipfel geht es in den Wald. Wir begegnen vielen Familien, die zum Rodeln unterwegs sind. Kinderlachen hallt durch die Baumreihen, die Eltern zotteln mit dem Schlitten hügelan. Wir folgen einer der Rodeltrassen bis hinunter zum Waldrand. Hier geht der Blick über verschneite Pferdekoppeln. Den Hinweisen für Wanderer folgend, marschieren wir den Hang eines Weinberges hinauf. Phöbener Wachtelberg heißt der Tropfen, dessen Weinstöcke hier vom nächsten Jahrgang träumen.

Wieder geht es einen Hügel hinab und querfeldein zur Straße zurück. Wir gehen zu den Havelwiesen hinüber. Dorf und Fluss gehen hier in einander über. Die Havel ist zugefroren und offensichtlich hält das Eis. Viele Leute tummeln sich auf der Eisfläche, sind mit Schlitten und auf Kufen unterwegs. Wir sind skeptisch. So sehr viele Nächte mit klirrendem Frost waren es eigentlich noch nicht. Doch augenscheinlich funktioniert es. Die Leute stehen sogar in Gruppen zusammen. Überall sind Spuren in der dünnen Schneedecke zu sehen. Also wagen wir uns auch ein paar Schritte vom Ufer hinaus auf den Fluss. Von dem böigen Wind, der hier über die weite Fläche huscht, war im Schutz des Waldes nichts zu merken. Jetzt sind wir dankbar, unsere dicken Winterjacken anzuhaben.

Ein schöner Sonntag im Schnee und auf dem Eis. Ich habe einige Impressionen davon gesammelt, weil es ihn in dieser Perfektion so schnell nicht wieder geben wird. Wahrscheinlich. Zumindest in diesem Winter. Wer weiß …

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